Von Anfang an auf Entdeckungsreise

In vier Gruppen verbringen hier maximal 48 Kinder von 0 bis 3 Jahren den Tag. Jeder Tag ist neu, jeder Tag ist anders – wir entdecken jeden Tag die Welt ein bisschen mehr.

Wir bewegen uns so viel wie möglich, singen dabei oder spielen miteinander. Besonders gerne sind wir auf der Spielterrasse oder im Garten, und auch den Wald um uns herum lernen wir kennen. Hier können wir unsere Umwelt erforschen und uns ausprobieren.

Wir betrachten Bücher und erzählen Geschichten, und indem alle viel miteinander sprechen, entwickelt sich unsere Sprache.

Pädagogische Ansätze

Unser gesamter Kita-Alltag ist auf das Lernen durch Erfahrung ausgerichtet. Schon früh führen wir die Kinder an die Naturbeobachtung heran. Sinnliche Erfahrungen wie das Blätterrauschen oder gemeinsame Erlebnisse beim Erkunden der Umwelt fördern die Entwicklung und können mit der Zeit auf alltägliche Situationen übertragen werden.

Genauso wichtig ist für uns die Bewegung. Sie ist nicht nur gut für die körperliche Entwicklung, sie weckt auch den Forscher- und Entdeckerdrang.

So unterstützen wir unsere Pädagogik:

  • bewegungsanregende Elemente in allen Räumen
  • psychomotorische Spielmaterialien und Raumdeko
  • alltagsintegrierte Sprachförderung und gezielte Sprachangebote
  • behutsame Eingewöhnung und Verselbstständigung, BezugserzieherInnen
  • Spiegel zur Anregung der Selbst-Entwicklung
  • Ausflüge, z.B. in den Waldzoo
  • Projekte, z.B. zu den Elementen Wasser, Erde, Luft
  • Spaziergänge, z.B. in den Mehrgenerationengarten oder den Wald
  • Wasserspiele, Matschgrube

Mehr zu unserem pädagogischen Ansatz entnehmen Sie der » Konzeption der Kita Fuchsbau.

Unser Fuchsbau

Alle Räume im Fuchsbau sind hell und freundlich und lassen Raum für Bewegung. Immer zwei Gruppen teilen sich einen Ruhe- und einen Waschraum, kommen darüber in Kontakt und kooperieren miteinander.

Der gemeinsame Flur ist als Bewegungsparcours gestaltet. Hier treffen wir uns für gemeinsame Aktionen und für „alles, was uns bewegt“.

Die Kinder haben Zugang zu allen Räumen und können so ihrem Bewegungs- und Experimentierdrang nachgehen.

Die wichtigsten Räume

Der Gruppenraum bietet Gelegenheit sich zu bewegen, sich wahrzunehmen und sich zurückzuziehen. Er ist unsere Basisstation. Hier gehen die Kinder auf Entdeckungsreisen, können Dinge ausprobieren und kennenlernen. Haptische Reize vertiefen die Wahrnehmungserfahrungen.

Unsere Spielpodeste laden die Kinder ein, ihre Bewegungsmöglichkeiten zu erweitern und verschiedene Perspektiven kennenzulernen. Durch die unterschiedlichen Ebenen erlangen sie Bewegungssicherheit, erfahren Räume und können selbstständig Neues entdecken.

Der Spiegel im Gruppenraum hat für die Kinder eine große Bedeutung. Etwa ab dem 18. Lebensmonat beginnen sie, sich darin selbst wahrzunehmen und eine Ich-Identität zu entwickeln.

Bei verschiedenen Angeboten in den Gruppenräumen sind Absprachen wichtig, damit die Räumlichkeiten parallel genutzt werden können. Es gibt immer zwei Partnergruppen, die den Kindergrößen entsprechend ausgestattet sind und miteinander kooperieren. Die Stühle sind individuell an die Größe der Kinder angepasst.

Jeder Gruppenraum kann als Essraum genutzt werden. Einer der Gruppenräume ist gleichzeitig Kreativraum.

In den Badezimmern befindet sich je ein Wickeltisch mit Treppe. So kann das Kind selbstständig hochklettern. Für jedes Kind steht eine eigene Kiste für Windeln, Wechselkleidung etc. zur Verfügung. Die Kinder erfahren beim Wickeln und bei der Körperpflege große Aufmerksamkeit, die zum Aufbau und zur Festigung der ErzieherIn-Kind-Beziehung beiträgt. An unserer Waschrinne können gleichzeitig mehrere Kinder spielen und sich selbstständig waschen. Es gibt kleine Toiletten für die ersten Versuche, trocken zu werden.

In den Schlafräumen, die Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen, steht für jedes Kind ein niedriges Bettchen oder ein Körbchen zur Verfügung. Die Kinder haben die Möglichkeit, aus eigener Kraft aus dem Bett zu kommen und ihre Schlafphase eigenständig zu beenden. Sie schlafen im Bettzeug von zu Hause und können Kuscheltier und Schmusedecke dort aufbewahren. Eine PädagogIn ist immer in der Nähe, wenn die Kinder Hilfe benötigen (z.B. Orientierung nach dem Aufwachen). Außerdem gibt es Babyphone in jedem Schlafraum.

Im Gemeinschaftsraum befindet sich die Garderobe. Sie bietet für jedes Kind ausreichend Platz für Wechselwäsche, Hausschuhe, Gummistiefel, Regenkleidung usw. Gekennzeichnet ist jede Garderobe mit einem Foto des Kindes. Die Bänkchen können für gemeinsame Kreise und Angebote genutzt werden.

Die Entwicklung des Gleichgewichts- und Bewegungssinnes wird durch Drehen, Schwingen und Wiegen geschult. Hierfür bieten wir psychomotorische Elemente an.

In der Elternecke können Eltern ankommen, sich austauschen, sich informieren, beobachten oder einfach warten.

Im Büro befindet sich ein „kleines Kinderbüro“, in dem die Kinder jederzeit stempeln, malen und „telefonieren“ können. So erleben sie nebenbei den Büroalltag.

Bei der Gestaltung des Außengeländes wird auf psychomotorische Spielmöglichkeiten Wert gelegt, damit die Kinder ihre Ich-, Sach- und Sozialkompetenzen erweitern können (Sandwaage, Bauchschaukel…). Den Kindern stehen der Wald und damit selbstgeschaffene Spielräume (Matschloch, Baumhaus…) zur Verfügung. Natur erfahren die Kinder nur in der Natur! Sie bietet den Kindern verschiedene Spielmöglichkeiten (Wasserspiele, Naturerlebnisspiele: Blätter, Äste, Zweige, Waldfrüchte sammeln, damit bauen, konstruieren, Neues erfinden...).

So verbringen wir den Tag

Unser Tagesablauf und unsere Aktivitäten richten sich weitgehend nach den Bedürfnissen der Kinder. In der Mittagszeit ruhen sie oder verbringen Zeit in der Wachgruppe.

Drei Mahlzeiten strukturieren unseren Tagesablauf. Wir gestalten das Essen als Gemeinschaftserlebnis. Die Kinder erlernen dabei eine kindgerechte Tischkultur.

07.00 – 08.00 Uhr Frühdienst (extra Anmeldung erforderlich)
08.00 – 12.00 Uhr Bringzeit, Frühstück, Freispiel, Aktivitäten, Lernbegleitung
11.30 – 12.30 Uhr Mittagessen
12.30 – 14.00 Uhr Mittagsruhe/Wachgruppe
14.00 – 15.00 Uhr Freispiel
15.00 – 16.00 Uhr Nachmittagssnack/Freispiel
16.00 – 16.30 Uhr Spätdienst Montag bis Donnerstag (extra Anmeldung erforderlich)
Unser Ernährungskonzept

Der gemeinsame Tag beginnt mit einem Frühstück. Dieses bringen die Kinder von zu Hause mit. Wir legen auf ein abwechslungsreiches Frühstück wert. Dabei liegt die Verantwortung für das Mitbringen und die Qualität des Frühstücks bei den Eltern. Sie wissen am besten, was ihr Kind gerne isst.

Unser Mittagessen wird von einem externen Anbieter geliefert und findet um zwölf Uhr statt. Auf kulturbedingte Essgewohnheiten und gesundheitliche Beeinträchtigungen nehmen wir im Rahmen der Möglichkeiten Rücksicht.

Nach dem Mittagsschlaf bieten wir einen kleinen Imbiss an.

Wir wollen den Kindern eine kindbezogene Ess- und Tischkultur vermitteln. Gemeinsame Rituale und Kommunikation sind uns wichtig. Das Mittagessen beginnt mit einem Tischspruch und wird als eine soziale Situation gestaltet. Die Kinder lernen lebenspraktische Tätigkeiten kennen und werden selbstständiger, indem sie sich z.B. selbst ihr Getränk einschenken, das Essen mit Besteck üben oder bei den Vorbereitungen mithelfen.

Ruhen in der Kita

Das Schlafbedürfnis ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Deshalb können unsere Kinder jederzeit ruhen, schlafen oder ein Nickerchen machen. Auf das Mittagessen folgt eine allgemeine Ruhephase.

Für eine gesunde Entwicklung des Kindes ist ausreichender Schlaf eine wichtige Voraussetzung. Bei der Dauer des Schlafes richten wir uns soweit wie möglich nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes.

Nach dem Mittagessen und Wickeln (ca. 12.30 Uhr) gehen zwei PädagogInnen mit den Kindern in den Schlafraum, legen die Kinder liebevoll ins Bett und decken sie zu. Dann dimmen wir das Licht und schalten bei Bedarf die Spieluhr ein.

Wenn alle Kinder schlafen, bleibt eine Schlafwache im Raum, oder wir schalten das Babyphon ein. So sind wir sofort zur Stelle, wenn ein Kind mal schlecht träumt oder wach wird.

Hygiene in der Kita

Wir unterstützen die individuelle Sauberkeitserziehung mit Lob und Anerkennung, lassen die Kinder aber selbst entscheiden, wann sie welchen Schritt tun.

Selbstverständlich achten wir in der Pflege auf hygienische Bedingungen, und immer wieder Händewaschen gehört für alle dazu: vor dem Essen, nach der Toilette, wenn die Erkältungszeit beginnt usw.

Im Hinblick auf das Bedürfnis der Kinder nach Körperkontakt, Spiel, Bewegung und Selbstständigkeit kann die Pflege unterschiedlich lang dauern. Die Sauberkeitserziehung ist ein Bereich, der für die Autonomie-Entwicklung des Kindes steht. Den richtigen Zeitpunkt für Topf oder Toilette bestimmt jedes Kind selbst. Wie beim Krabbeln, Laufen und Sprechen hat es auch für seine großen und kleinen Geschäfte einen eigenen Zeitplan.

Mit dem „Toilettentraining“ beginnen wir, wenn das Kind anfängt, sein Interesse am Thema zu zeigen. Ist dieses erst einmal geweckt, unterstützen wir mit den Eltern den individuellen Weg des Kindes. Wir fördern diesen Prozess, indem wir die Kinder regelmäßig animieren, auf die Toilette zu gehen. Durch Lob und Anerkennung geben wir dem Kind die nötige Bestätigung.

Gerade vor und während Krankheiten, bei Aufregung oder aus Spieleifer vergessen Kinder manchmal, ihr körperliches Bedürfnis wahrzunehmen. In diesem Fall vermitteln wir, dass „Unfälle“ nicht schlimm sind und dazugehören.

Es ist sehr hilfreich für das Kind, wenn es Kleidung trägt, die es selbstständig aus- bzw. herunterziehen kann, z.B. eine Unterhose statt eines Bodys. Kinder wollen in dieser Entwicklungsphase so viel wie möglich ohne Hilfe tun, und dieses Streben nach Autonomie sollte von allen Seiten unterstützt werden.

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